{"id":5554,"date":"2020-09-21T23:40:41","date_gmt":"2020-09-21T21:40:41","guid":{"rendered":"http:\/\/zuraltenoder.de\/?p=2770"},"modified":"2026-10-31T22:49:32","modified_gmt":"2026-10-31T20:49:32","slug":"bahnhof-frankfurt-oder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zuraltenoder.de\/en\/bahnhof-frankfurt-oder\/","title":{"rendered":"Bahnhof Frankfurt (Oder)"},"content":{"rendered":"<p>Wenn Sie nach Frankfurt Oder reisen, k\u00f6nnen Sie dies unter anderem mit dem Zug tun. Und nat\u00fcrlich, wenn Sie nach einer Unterkunft suchen, freuen wir uns, Sie in der <a href=\"https:\/\/zuraltenoder.de\/en\/\">&#8222;Zur Alten Oder&#8220;<\/a> begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen. Komm bleib, iss und lass uns sehr gut auf dich aufpassen.<\/p>\n<p>Der Bahnhof Frankfurt (Oder), bahnbetrieblich auch Frankfurt (Oder) Pbf genannt, ist der wichtigste Personenbahnhof der Stadt Frankfurt (Oder). Der Bahnhof liegt s\u00fcdwestlich des Stadtzentrums von Frankfurt (Oder) oberhalb der im Tal der Oder liegenden Innenstadt, s\u00fcdwestlich schlie\u00dft sich der Ortsteil Beresinchen an. Er z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Bahnh\u00f6fen im Land Brandenburg. Der Bahnhof dient sowohl dem Personenfern- als auch dem -nahverkehr und ist seit 1945 Grenzbahnhof nach Polen.<\/p>\n<h2><span id=\"Kopfbahnhof\" class=\"mw-headline\">Kopfbahnhof<\/span><\/h2>\n<p>Der erste Frankfurter Bahnhof war ein Kopfbahnhof mit je einem Abfahrts-, Ankunfts- und Abstellgleis f\u00fcr den Personenverkehr. Auf der Nordseite der Gleise lag das Stationsgeb\u00e4ude. Am Gleisende an der Ostseite des Bahnhofs waren Wagen-, Lok- und G\u00fcterschuppen vorhanden sowie eine Postexpedition. Nach dem Bau des Durchgangsbahnhof entstanden auf dem Gel\u00e4nde Werkstattanlagen. Die Postexpedition wurde zum Beamtenwohnhaus, das Empfangsgeb\u00e4ude wurde f\u00fcr Verwaltungszwecke genutzt. 1945 wurde es bei einem Bombenangriff zerst\u00f6rt. Eins der Mitte der 1850er Jahre entstanden Werkstattbauten (Bahnhofstra\u00dfe 7) ist erhalten geblieben und steht unter Denkmalschutz.<\/p>\n<h2><span id=\"Erster_Durchgangsbahnhof\" class=\"mw-headline\">Erster Durchgangsbahnhof<\/span><\/h2>\n<p>F\u00fcr den Durchgangsbahnhof der Z\u00fcge in Richtung Breslau wurde die Strecke aus Berlin in einem Rechtsbogen nach S\u00fcden gef\u00fchrt. Im Bogen entstand der neue Bahnhof. Das Empfangsgeb\u00e4ude von 1846 wurde unter Leitung des Baudirektors der Niederschlesisch-M\u00e4rkischen-Eisenbahn,\u00a0Ludwig Henz, gebaut. Es \u00e4hnelte sehr den etwa zur gleichen Zeit entstandenen Bahnhofsgeb\u00e4uden in\u00a0G\u00f6rlitz\u00a0und Kohlfurt. \u201eForm und Details der Fassaden der kastellhaften, renaissanceartigen Bauk\u00f6rper, Rundbogenfenster und Gesimse, gekuppelte kleine Rundbogenfenster im Mezzanin verraten jedoch den gemeinsamen Ursprung dieser Bauten\u201c<sup id=\"cite_ref-mb_13-0\" class=\"reference\">[<\/sup>, nur die T\u00fcrme an den Kopfseiten des Geb\u00e4udes wurden hier nicht ausgef\u00fchrt. Auf der Stadtseite des Bahnhofs entstand der G\u00fcterschuppen, Lokschuppen und andere Anlagen zur Fahrzeugbehandlung auf der gegen\u00fcberliegenden Seite. W\u00e4hrend die Ostbahnstrecke noch in diesen Bahnhof eingef\u00fchrt werden konnte, reichten die Anlagen f\u00fcr die 1870 er\u00f6ffnete Strecke nach Posen nicht aus. Die M\u00e4rkisch-Posener-Eisenbahn erhielt einen eigenen Bahnhofsteil, den Posener Hof, auf der Ostseite des Bahnhofs unter Nutzung der alten G\u00fcteranlagen der Niederschlesisch-M\u00e4rkischen-Bahn. Diese baute auf der anderen Bahnhofsseite einen neuen Schuppen, der auch von der Ostbahn genutzt wurde. Die Rangieranlagen der Ostbahn lagen im sogenannten Ostbahnhof n\u00f6rdlich des eigentlichen Bahnhofs. Der G\u00fcterbahnhof der Stettiner Bahn wurde weiter im Norden der Stadt auf dem Gel\u00e4nde des sp\u00e4teren Ortsg\u00fcterbahnhofs am S\u00fcdrand des Verschiebebahnhofs gebaut.<\/p>\n<h2><span id=\"Heutiger_Bahnhof\" class=\"mw-headline\">Heutiger Bahnhof<\/span><\/h2>\n<p>Der heutige Bahnhof ist in seinen Grundz\u00fcgen das Resultat des Bahnhofsumbaus Anfang der 1920er Jahre. Das Empfangsgeb\u00e4ude aus dem Jahr 1923 wurde von Reichsbahnrat Beringer errichtet. Es gilt mit \u201eseiner\u00a0neubarocken\u00a0Haltung\u201c als \u201eeins der letzten\u00a0eklektizistischen\u00a0Bahnhofsgeb\u00e4ude\u201c, bevor sich neue Baustile durchsetzten. 1926 wurden die Bahnsteige\u00a03 und 4 mit einer Bahnsteighalle versehen, einige kleinere Bauten stehen senkrecht zum Bahnhofsgeb\u00e4ude als Abschluss der in Hochlage verlaufenden Gleisanlagen. Der Zugang zum Bahnhofsgeb\u00e4ude und von dort in den Bahnsteigtunnel verl\u00e4uft ebenerdig; einen durchgehenden Tunnel von den Bahnsteigen in Richtung Beresinchen gibt es nicht. Der Bahnhof verf\u00fcgt \u00fcber drei Inselbahnsteige. Ein weiterer Bahnsteig, der urspr\u00fcngliche Bahnsteig\u00a01 neben dem Empfangsgeb\u00e4ude, wurde bei der Sanierung des Bahnhofs nach 1990 entfernt.<\/p>\n<h2><span id=\"Umfeld\" class=\"mw-headline\">Umfeld<\/span><\/h2>\n<p>Vor dem Empfangsgeb\u00e4ude liegt der Bahnhofsvorplatz, wo sich der Busbahnhof befindet. Die Stra\u00dfenbahnhaltestellen liegen etwa 100 Meter n\u00f6rdlich des Empfangsgeb\u00e4udes an der Stra\u00dfenunterf\u00fchrung (<i style=\"font-size: 1rem;\">Beresinchentunnel<\/i><span style=\"font-size: 1rem;\">) nach Beresinchen. Von dort weiter nach Norden f\u00fchrt die ehemals in Bahnbesitz befindliche Bahnhofsstra\u00dfe in Richtung Innenstadt. Ihre Bebauung wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt und durch Neubauten ersetzt. Zwischen Busbahnhof und Stra\u00dfenbahnhaltestelle (Gegen\u00fcber der Beresinchentunnel) befindet sich das neu rekonstruierte \u201eCity Residence Hotel Frankfurt Oder\u201c. Die Siedlung Kiliansberg auf der Ostseite des Bahnhofsvorplatz entstand etwa zeitgleich mit dem Bahnhofsumbau zwischen 1922 und 1924 und wurde ebenfalls von Beringer entworfen. Sie liegt an einem steilen Hang \u00fcber dem Odertal und wurde von der Siedlungsgesellschaft Ostmark mit Wohnungen f\u00fcr die nach dem Umzug der Reichsbahndirektion nach Frankfurt zugezogenen Eisenbahner gebaut. Zwischen den H\u00e4usern steht das von Beringer entworfene und vom Bildhauer F\u00fcrstenberg fertiggestellte Denkmal f\u00fcr 1535 im Ersten Weltkrieg gefallene Eisenbahner. Siedlung und Denkmal stehen auf der Liste der Kulturdenkmale des Landes Brandenburg.<\/span><\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Bahnhof finden Sie auf der <a href=\"https:\/\/www.bahnhof.de\/bahnhof-de\/bahnhof\/Frankfurt-28Oder-29-1038954\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Website<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Sie nach Frankfurt Oder reisen, k\u00f6nnen Sie dies unter anderem mit dem Zug tun. Und nat\u00fcrlich, wenn Sie nach einer Unterkunft suchen, freuen wir uns, Sie in der &#8222;Zur Alten Oder&#8220; begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen. 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Die Postexpedition wurde zum Beamtenwohnhaus, das Empfangsgeb\u00e4ude wurde f\u00fcr Verwaltungszwecke genutzt. 1945 wurde es bei einem Bombenangriff zerst\u00f6rt. Eins der Mitte der 1850er Jahre entstanden Werkstattbauten (Bahnhofstra\u00dfe 7) ist erhalten geblieben und steht unter Denkmalschutz. Erster Durchgangsbahnhof F\u00fcr den Durchgangsbahnhof der Z\u00fcge in Richtung Breslau wurde die Strecke aus Berlin in einem Rechtsbogen nach S\u00fcden gef\u00fchrt. Im Bogen entstand der neue Bahnhof. Das Empfangsgeb\u00e4ude von 1846 wurde unter Leitung des Baudirektors der Niederschlesisch-M\u00e4rkischen-Eisenbahn,\u00a0Ludwig Henz, gebaut. Es \u00e4hnelte sehr den etwa zur gleichen Zeit entstandenen Bahnhofsgeb\u00e4uden in\u00a0G\u00f6rlitz\u00a0und Kohlfurt. \u201eForm und Details der Fassaden der kastellhaften, renaissanceartigen Bauk\u00f6rper, Rundbogenfenster und Gesimse, gekuppelte kleine Rundbogenfenster im Mezzanin verraten jedoch den gemeinsamen Ursprung dieser Bauten\u201c[, nur die T\u00fcrme an den Kopfseiten des Geb\u00e4udes wurden hier nicht ausgef\u00fchrt. Auf der Stadtseite des Bahnhofs entstand der G\u00fcterschuppen, Lokschuppen und andere Anlagen zur Fahrzeugbehandlung auf der gegen\u00fcberliegenden Seite. W\u00e4hrend die Ostbahnstrecke noch in diesen Bahnhof eingef\u00fchrt werden konnte, reichten die Anlagen f\u00fcr die 1870 er\u00f6ffnete Strecke nach Posen nicht aus. Die M\u00e4rkisch-Posener-Eisenbahn erhielt einen eigenen Bahnhofsteil, den Posener Hof, auf der Ostseite des Bahnhofs unter Nutzung der alten G\u00fcteranlagen der Niederschlesisch-M\u00e4rkischen-Bahn. Diese baute auf der anderen Bahnhofsseite einen neuen Schuppen, der auch von der Ostbahn genutzt wurde. Die Rangieranlagen der Ostbahn lagen im sogenannten Ostbahnhof n\u00f6rdlich des eigentlichen Bahnhofs. Der G\u00fcterbahnhof der Stettiner Bahn wurde weiter im Norden der Stadt auf dem Gel\u00e4nde des sp\u00e4teren Ortsg\u00fcterbahnhofs am S\u00fcdrand des Verschiebebahnhofs gebaut. Heutiger Bahnhof Der heutige Bahnhof ist in seinen Grundz\u00fcgen das Resultat des Bahnhofsumbaus Anfang der 1920er Jahre. Das Empfangsgeb\u00e4ude aus dem Jahr 1923 wurde von Reichsbahnrat Beringer errichtet. Es gilt mit \u201eseiner\u00a0neubarocken\u00a0Haltung\u201c als \u201eeins der letzten\u00a0eklektizistischen\u00a0Bahnhofsgeb\u00e4ude\u201c, bevor sich neue Baustile durchsetzten. 1926 wurden die Bahnsteige\u00a03 und 4 mit einer Bahnsteighalle versehen, einige kleinere Bauten stehen senkrecht zum Bahnhofsgeb\u00e4ude als Abschluss der in Hochlage verlaufenden Gleisanlagen. Der Zugang zum Bahnhofsgeb\u00e4ude und von dort in den Bahnsteigtunnel verl\u00e4uft ebenerdig; einen durchgehenden Tunnel von den Bahnsteigen in Richtung Beresinchen gibt es nicht. Der Bahnhof verf\u00fcgt \u00fcber drei Inselbahnsteige. Ein weiterer Bahnsteig, der urspr\u00fcngliche Bahnsteig\u00a01 neben dem Empfangsgeb\u00e4ude, wurde bei der Sanierung des Bahnhofs nach 1990 entfernt. Umfeld Vor dem Empfangsgeb\u00e4ude liegt der Bahnhofsvorplatz, wo sich der Busbahnhof befindet. Die Stra\u00dfenbahnhaltestellen liegen etwa 100 Meter n\u00f6rdlich des Empfangsgeb\u00e4udes an der Stra\u00dfenunterf\u00fchrung (Beresinchentunnel) nach Beresinchen. Von dort weiter nach Norden f\u00fchrt die ehemals in Bahnbesitz befindliche Bahnhofsstra\u00dfe in Richtung Innenstadt. Ihre Bebauung wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt und durch Neubauten ersetzt. Zwischen Busbahnhof und Stra\u00dfenbahnhaltestelle (Gegen\u00fcber der Beresinchentunnel) befindet sich das neu rekonstruierte \u201eCity Residence Hotel Frankfurt Oder\u201c. Die Siedlung Kiliansberg auf der Ostseite des Bahnhofsvorplatz entstand etwa zeitgleich mit dem Bahnhofsumbau zwischen 1922 und 1924 und wurde ebenfalls von Beringer entworfen. Sie liegt an einem steilen Hang \u00fcber dem Odertal und wurde von der Siedlungsgesellschaft Ostmark mit Wohnungen f\u00fcr die nach dem Umzug der Reichsbahndirektion nach Frankfurt zugezogenen Eisenbahner gebaut. Zwischen den H\u00e4usern steht das von Beringer entworfene und vom Bildhauer F\u00fcrstenberg fertiggestellte Denkmal f\u00fcr 1535 im Ersten Weltkrieg gefallene Eisenbahner. Siedlung und Denkmal stehen auf der Liste der Kulturdenkmale des Landes Brandenburg. 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