Wer einen Ausflug an den Helenesee plant, sollte das vor der Anreise wissen: Der See ist vollständig gesperrt. Baden, Tauchen, Strandtage und das bekannte Freizeitprogramm am Ufer finden dort derzeit nicht statt. Was passiert ist, wie der aktuelle Stand aussieht und was Sie stattdessen in Frankfurt (Oder) unternehmen können, lesen Sie hier.
Was ist passiert?
Der Helenesee ist nach einer Böschungsrutschung im Jahr 2021 aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Das gesamte Seegelände ist seitdem für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Sperrung betrifft den See und sein Ufer – nicht die Stadt Frankfurt (Oder) und nicht die Ausflugsziele rundherum.
Wie ist der Stand heute?
Auch Jahre nach der Rutschung hat sich an der Sperrung nichts geändert. Nach der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage (Bundestags-Drucksache 21/5699 vom 30. April 2026) ist der Helenesee weiterhin vollständig gesperrt, eine Wiederöffnung ist nicht absehbar. Mit einem Baubeginn für die Sicherung ist frühestens in den Jahren 2028 bis 2030 zu rechnen.
Das bedeutet: Planen Sie Ihren Ausflug nicht auf den Helenesee selbst ein – und lassen Sie sich nicht von älteren Artikeln und Fotos täuschen, die den See noch als offenes Badeparadies zeigen. Stand dieser Information: Oktober 2026.
Was war der Helenesee?
Der Helenesee liegt rund acht Kilometer südlich von Frankfurt (Oder) inmitten märkischer Kiefernwälder. Er entstand aus dem ehemaligen Braunkohletagebau „Grube Helene“, in dem von 1906 bis 1958 Kohle gefördert wurde. Mit rund 220 Hektar Wasserfläche und 56,63 Metern Tiefe war er der zweittiefste See Brandenburgs und galt als einer der saubersten Seen des Bundeslandes.
Sein Spitzname „Kleine Ostsee“ kam nicht von ungefähr: Kilometerweite Strände, darunter Textil- und FKK-Bereiche, dazu eine Tauchszene mit Vereinen und einer Tauchschule machten ihn zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Saisonhöhepunkte wie das Helene Beach Festival und das Neptunfest zogen jedes Jahr viele Besucher an. All das ruht, seit der See gesperrt ist.
Was können Sie stattdessen unternehmen?
Frankfurt (Oder) hat auch ohne den Helenesee einiges zu bieten – und alles davon ist gut vom Hotel Zur Alten Oder aus erreichbar:
- Ziegenwerder: Die grüne Oderinsel direkt vor der Haustür – ideal zum Spazieren, Radfahren und Verweilen am Fluss.
- Oder-Promenade: Spaziergang entlang der Oder mit Blick nach Słubice, Cafés und Restaurants in der Nähe.
- Oder-Neiße-Radweg: Einer der bekanntesten Fernradwege Deutschlands führt direkt durch Frankfurt (Oder).
- Ausflug nach Słubice: Die polnische Nachbarstadt ist in rund 20 Minuten zu Fuß über die Stadtbrücke erreichbar.
- Kultur in der Stadt: Kleist-Museum, Marienkirche und die historische Innenstadt lohnen einen Besuch.
Übernachten in Frankfurt (Oder)
Das familiengeführte Hotel Zur Alten Oder liegt ruhig und grün in der Nähe der Oder und der Innenstadt – ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region, ob mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Auto. Informieren Sie sich über unsere Zimmer und buchen Sie direkt.
Häufige Fragen
Ist der Helenesee aktuell gesperrt?
Ja. Der See ist seit 2021 vollständig gesperrt, auch das Ufergelände ist geschlossen.
Wann öffnet der Helenesee wieder?
Das ist nicht absehbar. Nach Angaben der Bundesregierung von April 2026 ist mit einem Baubeginn für die Sicherung frühestens 2028 bis 2030 zu rechnen.
Lohnt sich ein Ausflug nach Frankfurt (Oder) trotzdem?
Ja. Ziegenwerder, Oder-Promenade, Oder-Neiße-Radweg und die Nachbarstadt Słubice sind gut erreichbar und bieten genug für einen Tagesausflug oder ein Wochenende.
Quellen
- Antwort der Bundesregierung, Bundestags-Drucksache 21/5699 vom 30. April 2026 (Sperrung des Helenesees, Baubeginn frühestens 2028–2030)