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Um mehr über eine Stadt zu erfahren, müssen Sie sich in ihre Wahrzeichen vertiefen, und erst dann steht sie Ihnen unmittelbar bevor. In Frankfurt Oder kann keine Reise ohne Besuch der Friedensglocke abgeschlossen werden. Im Görlitzer Abkommen von 1949 hatte die DDR den Grenzverlauf zu Polen aktzeptiert. Fortan hieß die Grenze Deutsch-Polnische-Friedensgrenze. Das Denkmal in Frankfurt (Oder) erinnert an das Abkommen. Aufgestellt wurde die drei Tonnen schwere Friedensglocke mit der Inschrift „Friede und Freundschaft mit allen Völkern“ im Jahr 1953. Gestiftet hat sie die CDU der DDR im Jahr 1953. Seit 2011 hängt die Glocke an der Oderpromenade in einem Edelstahlturm. Vorher hing sie am nördlichen Ende des Holzmarktes in einem Glockenhaus, das nach Plänen Johannes Müller errichtet worden ist. Aus dem alten Glockenhaus ist eine Steinplatte mit folgender Widmung an die Oderpromenade mit umgezogen: „Der Frieden – Aus Anlass der Unterzeichnung des Vertrages über die Oder-Neiße-Grenze. Die Glocke hing bis 2011 in einem von Johannes Müller entworfenen Glockenhaus am Holzmarkt.
Die Universität wurde im Juli 1991 gegründet und im Oktober 1992 in ihrem ersten akademischen Jahr. Gründungsrektor der Universität war Knut Ipsen (1991–1993). Von 1993 bis 1999 Richt Rektor Hans Weiler, bis im Jahr 1999 Präsidentin Gesine Schwan das Amt Erhöht. Im Jahr 2004 erlangte die Universität Bekanntheit durch die Nominierung ihrer Präsidentenin Gesine Schwan zur Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten durch die SPD und Bündnis 90 / Die Grünen. Im Sommersemester 2006 wurde an der Viadrina die Feierlichkeiten zur 500-Jahr-Feier der Universität geprüft, die Bezugnahme auf die 1811 geschlossene Universität, die Alma Mater Viadrina, die wurde und der 15. Geburtstag der 1991 gegründeten Universität erhalten. Standorte Die meisten Gebäude und Wohnheime der Viadrina sind im Kern der Stadt, direkt am Fluss und in der Nähe der Grenzbrücke, gelegen. Zusätzlich zu den fünf Studierendenwohnheimen in der Stadt selbst ist den Studierenden der Viadrina die Möglichkeiten gegeben, Wohnheime in der polnischen Nachbarstadt Słubice zu beziehen. Die Studierendenwohnheime in Frankfurt/Oder sind durch das Tramsystem direkt mit der Universität verbunden. Im über hundert Jahre alten ehemaligen Regierungsgebäude im Stadtzentrum befinden sich die Universitätsbibliothek, Seminarräume sowie die Büros des Präsidenten, vieler Lehrstühle und große Teile der Universitätsverwaltung. Die Universitätsbibliothek wurde terrassenartig in den Innenhof des Hauptgebäudes gebaut. Der konventionelle Medienbestand der Bibliothek umfasst ca. 523.000 Bände und fast 1.200 laufende Zeitschriften. Weiterhin bietet sie 408 Benutzerarbeitsplätze. Die Bibliothek hat den Status eines Europäischen Dokumentationszentrums und ist Mitglied des Kooperativen Bibliotheksverbundes Berlin-Brandenburg (KOBV). Das Gräfin-Dönhoff-Gebäude, benannt nach Marion Gräfin Dönhoff, ist ein Neubau. Hier befinden sich die Mehrheit der Hörsäle und Seminarräume sowie die Haupt-Mensa. Im Auditorium Maximum befinden sich u. a. das Studierendensekretariat, mehrere Seminarräume, Lehrstühle, das Internationale Büro der Uni, Verwaltungseinheiten und der größte Hörsaal der Universität (Platz für 600 Studierende). Im Westteil der Stadt befindet sich in der ehemaligen Kaserne in der August-Bebel-Straße ein nahegelegener Nebencampus (Sprachenzentrum). Hier finden die meisten Sprachkurse der Universität statt. Fakultäten und Studienangebot Kulturwissenschaftliche Fakultät Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften Juristische Fakultät Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Das erste Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) wurde auf Anregung der Kleist-Gesellschaft in den Jahren 1922-1923 im Erdgeschoss des heute nicht mehr erhaltenen Geburtshauses von Heinrich von Kleist eingerichtet. Das Kleist-Museum widmet sich dem Leben und Werk des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist (1777–1811). Das 1777 auf Initiative von Prinz Leopold von Braunschweig-Wolfenbüttel (1752 – 1785) als Garnisonschule geplante und durch den Frankfurter Bauinspektor Friedrich Martin Knoblauch (1714 – 1791) mit einem Kostenauswand von 3000 Talern errichtete Gebäude des heutigen Kleist-Museums wurde am 26. Januar 1778 eröffnet. Stilistisch ist das Haus mit dem niedrigen Sockel und den über zwei Geschosse reichenden Mauervorlagen (Kolossalpilaster) der letzten Periode des Spätbarocks, dem sog. Zopfstil, zuzuordnen. In der einstigen Freischule wurden die Kinder der in der Stadt stationierten Soldaten nach dem Vorbild der von dem Philanthropen Eberhard von Rochow eingerichteten Landschule in Reckahn unterrichtet. In den 1920er Jahren wurde die Schule geschlossen. Das Kleist-Museum wurde 1969 im Gebäude der ehemaligen Garnisonschule eingerichtet. In dem jetzt eröffneten modernen, lichtdurchfluteten und großzügigen Museumsanbau, der dem schönen barocken Einzeldenkmal zur Seite gestellt wurde, sind für die über 34.000 Bestandseinheiten in der Bibliothek und den Sammlungen – die derzeit umfangreichste Dokumentation zu Heinrich von Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld – nun endlich konservatorisch angemessene Lagerungs- und deutlich verbesserte Präsentationsmöglichkeiten vorhanden. Auch weiterhin ist das Museum dem Erbe der Dichter Ewald Christian und Franz Alexander von Kleist sowie Caroline und Friedrich de la Motte Fouqué verpflichtet. Als kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung ist das Kleist-Museum im Blaubuch der Bundesregierung verzeichnet. Seit dem 1. Januar 2019 wird das Haus als Stiftung Kleist-Museum geführt. Im Garten des Museums finden sich Plastiken, die von der Auseinandersetzung bedeutender Bildhauer, wie Wieland Förster oder Werner Stötzer, mit dem Werk Heinrich von Kleists künden. Neben einer Kopie des Grabsteins Heinrich von Kleists – das Original befindet sich in der Stiftung Stadtmuseum Berlin – fanden eine Nachbildung des Grabkreuzes (um 1977) von Ulrike von Kleist (1774 – 1849) und der Grabstein für Christian Ernst Martini (1762 – 1833) im Garten Aufstellung.
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